About

Durch die Corona-Pandemie muss das Riviera Festival in diesem Jahr wie so viele Veranstaltungen leider ausfallen. Die Off-Topic Konferenz, eigentlich als Teil von Riviera geplant, startet daher eigenständig und als reine Online-Konferenz in einer für die Musikbranche schwierigen Zeit. Umso wichtiger ist es, genau jetzt die richtigen Fragen zu stellen. Es geht um das „Weitermachen“, aber auch um das „Wie Weitermachen“. Und so widmet sich die Konferenz den Themen Diversität, Verdrängung, Infrastruktur und fragt nach neuen Ideen, nach Freiräumen, nach einer gerechten Kulturförderung, nach Weiterbildungsangeboten und wie man mit Musik Geld verdient.

Panels

Diversität – Leitbild Chancengleichheit in der Musikindustrie

Musik war schon immer durch vielfältige Einflüsse gekennzeichnet. Individuen höchst differenter ethnisch-kultureller oder geschlechtlicher Zugehörigkeiten bedingten die Neuerfindung unterschiedlichster Genres und Musikstücke. Eine Tendenz, die auch durch Globalisierungsprozesse intensiviert wird. Die anhaltenden Diskriminierungsfälle jedoch zeigen, dass auch die Musikindustrie Akteur*innen marginalisierter Gruppen nur mangelhaft honoriert und aktiv ausgrenzt. Wie konnte es zu diesen strukturellen Ausgrenzungen kommen und welche Maßnahme können einer dauerhaften und nachhaltigen Umkehrung dieser Prozesse dienen? Diesen und anderen Fragen widmen sich die Expert*innen dieses Panels.

Sprecher*innen: Maureen Noe, Melissa Perales, Lena Bakonalim, Hauke Röh
Moderatorin: Carmen Herold
Datum: 10.09.2020
Uhrzeit: 16:00

Revenues – Vom Musik machen leben?

Die schlechte Nachricht zuerst: Geld mit Musik verdienen ist schwer. Die gute Nachricht: Das Panel zeigt Künstler*innen verschiedene Möglichkeiten auf, wie man vom „Musik machen“ leben kann.

Sprecher*innen: Lukas Simmer, Stephan Benn, Perera Elsewhere, Jana Sotzko
Moderatorin: Carmen Herold
Datum: 10.09.2020
Uhrzeit: 19:00

Support – Wo fängt Kulturförderung an?

Nicht erst die Covid-19 Pandemie hat deutlich gemacht, dass von Seiten der Politik und Verwaltung im Rhein-Main Gebiet immer noch und haarscharf zwischen E- und U-Musik unterschieden wird. Das mag in normalen Zeiten zu verkraften sein, in Krisenzeiten stellt sich die Frage nach finanzieller Förderung als Form der Wertschätzung umso mehr. Ob und wie Kulturförderung neu gestaltet werden kann, ist zentrales Thema dieses Panels.

Sprecher*innen: Till Kniola, Jonas Huhn, Klaus Bossert, Rosita Kuerbis
Moderatorin: Carmen Herold
Datum: 10.09.2020
Uhrzeit: 22:00

Stadtplanung – Platz für alle?

Die Metropolregion Rhein-Main wächst und der Nutzungsdruck auf die nur begrenzt verfügbaren Flächen nimmt zu. Das Entwicklungspotenzial urban geprägter Lagen bedeutet nicht nur eine schleichende Verdrängung der Anwohner*innen, sondern auch eine Verdrängung der Pop- und Clubkultur. Zeit für ein Panel also, das sich des Themas der Sicherung von Räumen der Pop- und Clubkultur annimmt.

Sprecher*innen: Isabel Maria Finkenberger, Julia Erdmann, Aida Bagherejad, Felix Hevelke
Moderatorin: Carmen Herold
Datum: 10.09.2020
Uhrzeit: 17:30

Neue Ideen für Erhalt und Weiterentwicklung der Pop- und Clubkultur in der Metropolregion Rhein-Main

Wie kann Pop- und Clubkultur nachhaltig, divers und innovativ gestaltet werden? Welchen Stellenwert haben diese Themen in der Kulturarbeit vor Ort und welche Gestaltungsansätze gibt es? Was läuft gut und was kann man besser machen? Das Panel bringt Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Musikwirtschaft zusammen, um über genau diese Fragen zu sprechen und um von Ideen, Realität und Praxis zu berichten.

Sprecher*innen: Katja Hermes, Nikki On Fleek, Ata Macias, Thomas Venker
Moderatorin: Carmen Herold
Datum: 10.09.2020
Uhrzeit: 20:30

Speaker

Jana Sotzko

Jana Sotzko lebt und arbeitet als Musikerin in Berlin. Sie ist u.a. Mitgründerin der Gruppen Soft Grid (Kraut, experimenteller Pop) und Epiphany Now (Improv) und veröffentlicht unter dem Alias Point No Point Solomaterial. Als Komponistin für Performance- und Tanzstücke hat sie an Häusern wie HAU Hebbel am Ufer, Mousonturm, Kampnagel und Tanzhaus Zürich gearbeitet. Sie schreibt regelmäßig über Musik und Comics (u.a. für Missy Magazine und Jungle World) und ist Mitherausgeberin der Zeitschrift testcard. Seit Anfang 2020 ist sie Geschäftsführerin des kollektiven Veranstaltungsraumes ausland in Berlin. → Jana Sotzko

Hauke Röh

Hauke Röh, geb. 1988, kam über das Studium der Sozialen Arbeit während eines Praxissemesters zum inklusiven Künstler*innen-Netzwerk „barner16“. Seit 2014 ist er als Musikpädagoge in der Kultureinrichtung tätig, in dessen Rahmen er als Musiker und Produzent in der inklusiven Musikgruppe „Station17“ wirkt. → Barner 16

Maureen Noe

Maureen Noe leitet das Büro der Musicboard Berlin GmbH, einer landeseigenen Fördereinrichtung für Popmusik, die auch für die Organisation des Pop-Kultur-Festivals und der Fête de la Musique in Berlin verantwortlich ist. Beim Musicboard betreut sie unter anderem die direkte Künstler*innenförderung und das internationale Residenzprogramm. Zuvor arbeitete sie in der Synch und Marketing Abteilung bei Budde Music in Berlin sowie im Bereich Kommunikation und Veranstaltungsmanagement in Kunst-, Musik- und Stadtentwicklungsprojekten. Sie hat einen Master-Abschluss in Kunst- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin. → Musicboard Berlin

Ata Macias

Ata Macias like no other melds concepts found in the visual arts and club culture. Be it interior, design, fashion, food, music, art or attitude—he and his collaborators develop unique concepts, objects and environments. → Ata Macias

Till Kniola

Till Kniola ist seit 2014 Referent für Popkultur und Filmkultur im Kulturamt der Stadt Köln. Grundlage der Popkulturförderung des Kulturamts ist das von ihm erstellte Popkulturförderkonzept, welches 2016 vom Ausschuss für Kunst und Kultur des Rates der Stadt Köln verabschiedet wurde.

Das Kulturamt betreibt die Förderung der Akteure schwerpunktmäßig als Projektförderung für Festivals, Veranstaltungsreihen und Einzelveranstaltungen, auch Netzwerk- und Marketingformate der Szene werden unterstützt. Wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist ebenfalls die Förderung von Probe- und Produktionsräumen und von Spielstätten, sowie die Förderung von Produktions- und Exportvorhaben Kölner Künstlerinnen und Künstler sowie Labels. Zielsetzung der städtischen Popkulturförderung ist die Stärkung der Strukturen und Rahmenbedingungen für die Akteure, die Stärkung der künstlerischen Qualität und die Stärkung des Popkultur-Standortes Köln. Seit 2019 vergibt die Stadt Köln den „Holger Czukay Preis für Popmusik“.

Till Kniola (*1971) hat Ethnologie in Münster und London studiert. Seit den späten 1990er Jahren ist er als Labelmacher, DJ, Autor und Kurator im Bereich der experimentellen elektronischen Musik aktiv (www.aufabwegen.com). Glühender BVB-Fan. → Referat für Popkultur und Filmkultur Köln

Jonas Huhn

Jonas Huhn ist Designer, Kulturschaffender und Mitbegründer des Gestaltungsbüros DIESE Studio aus Frankfurt. Mit seiner vorwiegend interdisziplinären Arbeitsweise entwickelt und initiiert er Projekte zwischen Hoch- und Subkultur an der Schnittstelle von Urban Design, Architektur, bildender Kunst und Musik. Als DJ & Promoter agiert er darüber hinaus als ein aktiver Teil der Clubszene im Rhein-Main Gebiet. Schon während seines Studiums beschäftigte er sich als Akteur des Kulturvereins „das blumen“ mit der Resilienz von Räumen und der Rolle des öffentlichen Raums als Ort für gesellschaftliche Teilhabe. So zielten die meist temporären Projekte darauf ab, unerschlossene oder vergessene Orte in die Stadt zurück zu bringen und sie mittels Gestaltung und Subkultur erlebbar zu machen. Mit dem 2017 gegründeten DIESE Studio – ein interdisziplinäres Kollektiv aus Architekten, Designern und Handwerkern – realisiert er Projekte im Bereich „Placemaking“ und kultureller Stadtentwicklung. DIESE Studio gestaltet und entwickelt kulturelle Orte und Prozesse, schafft Begegnungsräume und hinterfragt mit gezielten Interventionen die Rolle der gestalterischen Disziplinen und deren Auswirkung auf unser Zusammenleben. 2019 war Jonas Huhn Mitinitiator und Leiter der freien Summer School „BAUWHAT?“ am Staatstheater Darmstadt und verfolgt aktuell eine Lehrtätigkeit am Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt. → DIESE Studio

Isabel Maria Finkenberger

Isabel Maria Finkenberger ist Freie Stadtplanerin AKBW, Dipl.-Ing. Architektur und Inhaberin von STUDIO if+. Büro für Stadtentwicklung und räumliche Transformation mit Sitz in Köln. Sie verfügt über mehrjährige internationale Erfahrung mit dem gesamten Repertoire des städtebaulichen und strategischen Entwerfens, der integrierten Entwicklungsplanung, deren Prozessgestaltung und Kommunikation. Gemeinsam mit der Theaterregisseurin Eva-Maria Baumeister leitete sie von 2015-2017 das zweijährige Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes Die Stadt von der anderen Seite sehen am Schauspiel Köln. Seit 2019 ist sie Professorin für Grundlagen der Stadtplanung, urbane Transformation und innovative Prozessgestaltung an der FH Aachen. → Studio if+

Perera Elsewhere

Perera Elsewhere aka Sasha Perera is a London-born, Berlin-based musician, producer, songwriter and DJ.

Using everything from gritty, indigenous sounds to her own warped vocals or trumpet, oscillating synths or dread-heavy basses, Perera creates soundscapes to house her songs as well as shape-shifting, psychedelic instrumentals. The result sees eerie ambient-blues, avant R&B & extra-terrestrial folk that seamlessly co-exist in the land of ‘elsewhere‘.

Perera Elsewhere has released two albums on the Los-Angeles-based FoF music who she signed with in 2013. She has had songs licensed for TV & films eg. Oscar-winning Director Paolo Sorrentino’s ‚Loro‘ in 2018. She’s received critical acclaim from media outlets such as the BBC, NPR, Pitchfork, Fader & The Guardian and has produced remixes for Gonjasufi on Warp Records, former Malaria-drummer Gudrun Gut, Madame Gandhi, Chino Amobi, PlanningtoRock and Polica.

Pre-elsewhere, Sasha was songwriter & vocalist of the project Jahcoozi. BBC radio icon John Peel played their first EP and called it ‚pop music from the future’ and they released 3 albums after that. Thom Yorke placed ‚Silikon‘ the song Sasha co-wrote with Modeselektor on his iTunes top-10 playlist in 2006.

Sasha has played all over the planet eg. Mutek Festival-Montreal, Shelter-Shanghai, Guggenheim-Venice, Fabric–London, Low End Theory in L.A. or Berghain in Berlin. In 2004 she co-curated ‚Grimetime‘ party series at WMF club in Berlin, for which she booked artists such as Skepta or D-Double for their first gigs outside the UK. Sasha bought some basic audio production gear in the mid-00s and started DJing ‚for fun‘ in 2008. Slowly, Ableton changed her life and mindset forever.

She has gone on to give audio production workshops for for Ableton Loop & Native Instruments and has co-curated / participated in various music projects in Asia and Africa via the Goethe. → Perera Elsewhere

Klaus Bossert

Klaus Bossert ist seit Ende der Neunziger in der Livemusikszene in Frankfurt am Main aktiv. In den Jahren 2001 und 2002 war er Mitorganisator der „Nachttanzdemo“, die sich dort seit 1995 als erste bundesdeutsche Nacht-Musik-Demo etabliert hatte. Ab 2003 wurde er im Tanzhaus West als Nightmanager und ist seither der Faszination von Musikspielstätten erlegen. Mittlerweile ist er dort Mitglied der Geschäftsleitung. 2012 war er Mitgründer von „Clubs am Main“, dem regionalen Netzwerk für Veranstaltungs- und Clubkultur in Frankfurt/Rhein-Main, bei dem er seither im Vorstand aktiv ist. Auch beim Bundesverband LiveKomm war er von der Gründung an dabei und setzt gerade sich für die Gründung eines „echten“ hessischen Landesverbandes ein.

Seit Herbst 2016 ist er zudem Vorsitzender des Vereins „Farbenfabrik Dr. Carl Milchsack“, welcher als Trägerverein des Off-Theaters „Landungsbrücken Frankfurt“ fungiert und sich für eine dauerhafte kulturelle Nutzung der ehemaligen Druckfarbenfabrik im Frankfurter Gutleutviertel engagiert. → Clubs am Main

Lena Bakonalim

Lena Bakonalim lebt und arbeitet mit dem Fokus auf Performance und Sound. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den Übergängen von Raum, Intimität und Stimme – die Ersatzhaftigkeit, das Nieschenhafte, das Sozietäre und das Zusammensein verinnerlichen. Die Ansätze die durchgehend verhandelt werden sind sozio-politische Begebenheiten in denen Lena B lebt, die sich sowohl passiv als auch aktiv äußern. Grenzen der Wahrnehmung werden umgeschneidert, aufgelöst und ummantelt, begleitet von operesquen Mozart Alluren bis hin zu Sprechgesangs-Verausgabungen um Gesangswelten und Lebewesen erFÜHLen zu können. Auch ist der kollaborative Aspekt immer vorhanden in ihrer künstlerischen Praxis, denn ohne sie funktioniert das Lernen für Lena B nicht.

2016 gründete sie mit zwei anderen Künstler*Innen die Opencreek Shownight als strategischen Neuentwurf des Zusammenkommens und queren Lebens. Auch ist sie Teil von Baby Of Control, einem musikalischen Gesangsensemble. Performances im MMK Frankfurt, im MAK Frankfurt, Mousonturm Frankfurt, Kapelle Offenbach und Offenbacher Oper, sowie Futur3 Festival und Lala Festival Kiel, Frankfurter Dom und Darmstädter Sezession gehören zu ihren Stationen. → Opencreek Shownight

Thomas Venker

Thomas Venker, Köln, ist Mitherausgeber und Co-Chefredakteur des Kaput-Magazin für Insolvenz & Pop und Co-Kurator der Konzertserie „Köln ist kaput“. Bevor er 2014 Kaput gründete, war er 14 Jahre lang Chefredakteur des Intro Magazins. Momentan ist er ebenfalls Mitglied im Redaktionsteam des Magazins Chart – Notes to consider und schreibt regelmäßig für ein Portfolio von Zeitschriften und Tageszeitungen – und moderiert Panels und Symposien für kulturelle Einrichtungen. Neben seiner journalistischen Arbeit lehrt er Musikjournalismus und Künstlermarketing an mehreren deutschen Universitäten, unter anderem am Institut für Pop-Musik der Folkwang Universität der Künste. Er ist Manager der elektronischen Musikproduzentin und DJ Lena Willikens sowie des audiovisuellen Kunstperformance-Projekt Phantom Kino Ballett. → Kaput – Magazin für Insolvenz & Pop

Lukas Simmer

Mit großem und breit gefächertem musikalischem Interesse begann Lukas Simmer 2013 in der Musikbranche bei dem Label Kompakt in Köln. Nach fünf Jahren hinter dem Tresen des dortigen Plattenladens und dem Packtisch des Vertriebs zog es ihn 2019 nach Frankfurt, wo er seitdem den GOSU Plattenladen leitet. → GOSU

Melissa Perales

Melissa Perales kam in den 90er Jahren aus Chicago nach Berlin. Seitdem hat sie ein internationales Filmfestival organisiert, ein Restaurant betrieben und unter dem Alias M:Soundtrack Konzerte und Film-Screenings veranstaltet. Als Konzertveranstalterin präsentiert sie monatlich internationale Acts an Orten wie dem Schokoladen, Acud oder Kantine am Berghain. M:Soundtrack ist Plattform und Treffpunkt der Berliner Independent-Szene seit 2004. Melissa arbeitet zudem im Vorstand des all2gethernow e.V., einer Plattform für neue Strategien in Musikkultur und Musikwirtschaft und ist co-founder und co-curator des Torstrassenfestivals. Melissas Passion sind Soundtracks, daher war die Gründung der Musikberatung Supertape zusammen mit der Dokumentarfilmerin Sabine Steyer ein naheliegender Schritt. 2017 gründete Melissa das Festival We Make Waves e.V., ein Berliner Festival & Konferenz für Frauen, Trans and non-binäre Personen in der Musik und kuratiert es seitdem mit. Ihr nächstes Projekt in 2019/20, ist ein Diskurs & Konzert, eine basierte Plattform Night School/NOW für die intersektionale Community von Frauen, Trans und non-binären Personen. Mit ihrem Resümee fördert Melissa die lokale Musik- und Filmcommunity seit 1995. Melissa hatte die grundlegende Idee zum Music Pool Berlin und hat das Projekt von Beginn an mitentwickelt, seitdem arbeitet sie hier als Beraterin im Team. → Music Pool Berlin

Nikki On Fleek

Nikki On Fleek ist Sozialpädagogin, DJ, founding member von VICE VERSA und GG VYBE. Im Rahmen ihrer Projekte konnte sie in diversen Workshops Frauen und Jugendlichen den Zugang zum Djing vermitteln. Seit Jahren ist es ihr ein Anliegen Frauen und andere marginalisierte Stimmen in verschiedenen Genres, von elektronischer Musik bis zu Hip Hop, sichtbar zu machen und zu fördern. So initiierte sie bereits früh Zusammenhänge und Orte, die Raum für Austausch ermöglichen. Ihr größtes Ziel ist es Menschen zu motivieren und dabei zu unterstützen sich zu verwirklichen. → Nikki On Fleek

Rosita Kuerbis

Seit 2016 berät Rosita Kuerbis Unternehmen, Kulturschaffende und Institutionen in Förderangelegenheiten und begleitet geförderte Projekte und Vorhaben auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Ihre Berufspraxis umfasst seit 2004 die Identifikation und Beantragung von Fördermitteln, die Betreuung und Abrechnungen von Projektmitteln von Bund und Land, die Projektbegleitung auf internationaler Ebene, ebenso wie die Entwicklung von EU-Förderprogrammen und Auszeichnungen als ehemalige deutsche Repräsentantin des deutschen Musikexportbüros German Sounds im European Music Office, Brüssel (2004-2007, Programm: ETEP, Award: EBBA).

Ihre Auftraggeber sind Förderinstitutionen, Hochschulen, Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen, KMUs, Unternehmen, Vereine sowie Stiftungen aus den Bereichen Kreativwirtschaft (HH), Musikwirtschaft (B), Mobilität + Soziales (BaWü) und NPOs (HH, M-V). → Rosita Kuerbis

Felix Hevelke

Felix Hevelke ist Kulturanthropologe, Kunsthistoriker und Kulturmanager. Als Projektleiter der Leerstandsagentur Frankfurt (RADAR – Kreativräume für Frankfurt) befasst er sich seit 2011 mit Raum- und Nutzungskonzepten für die Kultur- und Kreativwirtschaft. → Radar Frankfurt

Katja Hermes

Katja Hermes ist die Geschäftsführerin des deutschen Büros von Sound Diplomacy. Sie hat das Berliner Büro im Oktober 2013 gegründet. In dieser Rolle hat Katja Hermes zahlreiche Städte und Regionen bei ihrer Musikstrategie beraten (u.a. Vancouver, Cardiff, Lausanne und Vilnius) und das Music Cities Netzwerk zusammen mit der IHM gegründet. Neben den Städten hat sie große Organisationen wie die United Nations Industrial Development Organisation, GIZ und Walton Family Foundation im Musik- und Kreativbereich betreut und mit ihnen Projekte durchgeführt. Sie hat Vorträge auf der ganzen Welt zum Thema “Music Cities” gehalten, in Europa, sowie den USA, Kanada, Kolumbien, Südkorea und Japan. Vor ihrer Arbeit bei Sound Diplomacy hat Katja bei der Initiative Musik, der nationalen Fördereinrichtung, dem Musikfestival MUTEK, sowie dem Musiksoftwareentwickler Ableton gearbeitet. Katja hat den Musik & Media Workspace DUGNAD gemeinsam mit Music Norway in Berlin gegründet, der Sitz von Sound Diplomacy Berlin. Sie ist Diplom-Geographin mit einem Schwerpunkt auf Stadtplanung und der Kreativindustrie. → Sound Diplomacy

Carmen Herold (Moderation)

Carmen Herold ist Co-Gründerin des Zhao Dai Clubs in Peking, Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin. Vormals in der Kulturabteilung des Goethe-Instituts Peking beschäftigt, hat Carmen Herold eine Vielzahl von Kunst- und Kulturprojekten betreut. Unter anderem hat sie das 4. und 5. Deutsche Filmfestival in China geleitet, Panel-Diskussionen zu aktuellen Technologie-Diskursen initiiert und das Exzellenzprojekt A Better Version of You der Region Ostasien durchgeführt. Angetrieben von ihrer Leidenschaft für elektronische Musikkultur und kreativen Austausch, co-gründete sie 2017 den Club und Kulturraum Zhao Dai in Peking. Neben regulären Musik-Auftritten stehen hier vor allem auch Fotoausstellungen, Workshops und Film-Screenings im Vordergrund. Aktuell lebt Carmen Herold wieder zwischen Berlin und Peking, um ihrer wissenschaftlichen Forschung nachzugehen, die ihre Expertise diverser Diskursräume an der Schnittstelle zwischen China und Deutschland synthetisiert. → Zhao Dai

Julia Erdmann

Julia ist Architektin, Gründerin und Kreativkopf des Netzwerkes JES. Sie bringt Projekte mit den passenden Ideen und Menschen zusammen und wirkt als kreative Schnittstelle zwischen Eigentümern, Stadt, Architekten und späteren Nutzern. → JES

Stephan Benn

Stephan Benn, geboren in Bergisch Gladbach, aufgewachsen in Hamburg, studierte Rechtswissenschaften in Osnabrück und Paris, wohnt in Köln. Von 2000 bis 2018 in Köln als Rechtsanwalt tätig mit Schwerpunkt im Bereich der Kreativbranche. Umfassendes Engagement in der unabhängigen Musikwirtschaft als Vorstand, Justiziar und Sprecher des Arbeitskreises GEMA des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen VUT e.V. zwischen 1999 und 2012. Delegierter der angeschlossenen und außerordentlichen Verleger in der GEMA zwischen 2006 und 2014. Justiziar des Berufsverbandes mediamusic e.V. sowie bis 2018 des Kölner Verbandes der Clubs und Veranstalter Klubkomm. Seit 2018 im Vorstand der Klubkomm, seit 2019 im Vorstand der Liveinitiative NRW. Diverse Lehrtätigkeiten, u.a. an der Universität Paderborn, am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf sowie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Derzeit arbeitet Stephan Benn als Leiter der Verwaltung einer Kölner Veranstaltungsstätte sowie als Assessor in der Kanzlei Fleischer. → LiveInitiative NRW

Aida Baghernejad

Aida Baghernejad, geboren 1988, ist freie Journalistin und promoviert am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin zu kultureller Identität und Gastronomie. Als Journalistin schreibt sie auf Deutsch und Englisch für allerlei regionale, überregionale und internationale Publikationen über Musik und Essen. Manchmal auch über beides gleichzeitig, meistens aber über das Politische auf der Straße, im Sound, auf der Bühne oder dem Teller. Außerdem gibt sie Workshops zu Themen wie Rassismus oder kultureller Aneignung und moderiert verschiedenste stadtpolitische und (populär)wissenschaftliche Veranstaltungen. 2019 gewann sie den International Music Journalism-Award für den besten deutschsprachigen Text des Jahres. Meistens lebt sie in Berlin, manchmal in London, und vor allem aber im Internet. → Aida Baghernejad