About

Das Festival

Offenbachs Riviera sind zwei Kilometer Mainufer. Riviera ist Festival, Musiker*innen, Clubs und Kulturzentren, Labels, Studios und Plattenläden. Rivera ist das Netzwerk für junge Musikschaffende in der wachsenden Stadt. Seit 2018 veranstaltet das Amt für Kulturmanagement das dezentrale Festival für Pop- und Clubkultur an wechselnden Locations.

2022 findet das Riviera Festival von Freitag, 02.09. bis Sonntag, 04.09. statt und lädt zum Entdecken und Erleben ein.

Freut euch auf gemeinsames Feiern, Konzerte, DJs, Performances und Know-How.

Artists

Anthony Hüseyin

Anthony Hüseyin ist ein*e sich ständig verändernde, fluide, Künstler*in und nicht-binäre Person, die in ihrer Musik House, Techno und Nu-Disco mit Türk Sanat Müzigi vereint und die persönliche wie künstlerische Verortung als queerer Mensch verhandelt. Aufgewachsen im konservativen Urfa im Südosten der Türkei und ausgebildet in den Städten Istanbul und Rotterdam sowohl in klassischem als auch in Jazzgesang, verwebt Anthony Hüseyin auf dem 2012 erschienenen Debütalbum musikalische Wurzeln mit Jazzeinflüssen. Das 2017 erschienene zweite Album „The Lucky One“ verhandelt in acht melancholisch-dunklen, elektro-poppigen Songs mit Jazz-Einsprengseln offen die Geschichte einer enttäuschten Liebe zwischen zwei Männern. → Anthony Hüseyin

Am 03.09. im Robert Johnson

Jenne

Jennes eklektische Mixe bewegen sich musikalisch irgendwo zwischen Wave, Cosmic, Industrial und Krautrock – dabei stets mit einem Hang zum Düsteren. Neben zahlreichen Gigs quer durch Deutschland veranstaltet Jenne auch verschiedenen Partyreihen, wie beispielsweise die „La Vague“ in Mainz oder die „Mècanique“ mit alternierenden Locations. Die Vielfältigkeit des Sounds spiegelt sich auch darin wider. Außerdem ist sie Teil des Freiburger Labels Reach Another System, welches vor der Pandemie regelmäßig in Locations wie der Griessmuehle in Berlin mit einer eigenen Partyreihe zu Hause war. → Jenne

Am 03.09. in der HfG Kapelle

 

Fuffifufzich

Fuffifufzich ist cool. So cool, dass sie, wenn sie ihre Sonnenbrille absetzt, darunter noch eine Sonnenbrille trägt – wie im Video zu „Schick Deluxe“. Ihre gesprochenen, gerappten, gesungen Vocals aus Anglizismen, simplem Streetslang und übertriebenen Feelings treffen auf Synth-Wellen und werden zu Ohrwürmern für Großstadtnächte. Ihre Debütsingle ist übrigens eine Hymne für jeden Liebeskummer: „Hallo 110, ist da die Po-Polizei? Ich möchte Anzeige erstatten. Wegen Heartbreakerei.“ Freuen sehr, auf diesen Kracher an der Riviera! → Fuffifufzich

Am 03.09. im Hafen 2

Fortuna Records

Fortuna Records ist ein Label aus Tel Aviv, dass sich den obskuren, vergessenen Klängen des Nahen Ostens verschrieben hat und diese mit einer Reihe von hochwertigen Vinyl-Neuauflagen feiert. Das Label wurde zweimal für die Gilles Peterson Worldwide Awards in der Kategorie Track des Jahres nominiert. 2015 für „Jamilah“ von Ihsan Al Munzer und 2016 für die erste Original 12″ von Kalbata, „Al Shark“. Die Betreiber geben in einem Gespräch Einblicke in ihre Arbeit und ihren musikalischen Kosmos, berichten über das Leben und Arbeiten in ihrer Heimatstadt Tel Aviv und die Musikszene des Nahen Ostens und stellen ihre jüngste Wiederveröffentlichung „Drums of Lebanon“ des mysteriösen Raja Zahr vor. → Fortuna Records

Am 02.09. im Hafen 2

Whitney Rose

Die altehrwürdige New York Times zeigt sich begeistert und schwärmt von Whitney Roses „verführerischem, klassischen Country voller magischer Gesten, die an die 1950er und 60er erinnern“. Die international mit Preisen ausgezeichnete Musikerin aus Kanada veröffentlichte 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt, tourt seither unermüdlich um den Globus. Ihr aktuelles Album „We Still Go to Rodeos“ erschien 2020. → Whitney Rose

Am 04.09. im Hafen 2

Funkfreaks Frankfurt

Die Funkfreaks Frankfurt sind ein DJ-Trio mit Augenmerk auf Black-Musik der 80er Jahre. Gespielt wird ausschließlich Vinyl! Auf den Pattentellern landen viele rare Lieder auf 12″ oder 7″ Scheiben aber auch Klassiker wie Michael Jackson oder Prince sind zu hören. Sie sind schon seit über zehn Jahren in Frankfurt und Umgebung unterwegs, haben aber auch schon in Berlin, Kopenhagen, Innsbruck, Hamburg, Köln und Los Angeles aufgelegt. → Funkfreaks Frankfurt

Am 03.09. im Hafengarten

Rummelsnuff

Roger Baptists muskelbepackte Kunstfigur Rummelsnuff macht elektronischen Humpta-Polka-Pop. Und spielt mit dem Klischee des harten, ostdeutschen Hundes. Das ist relevant wie nie! Deutschlands muskulösester Musiker oder Deutschlands musikalischster Muskelsportler, was ist er nun? Auch nach zehn Jahren Rummelsnuff weiß man immer noch nicht genau, welche Reihenfolge bei diesem Kraftprotz mit den Stirnrunzeln einer Bordeaux-Dogge, bürgerlich Roger Baptist, besser passt. Sicher ist: Ohne den übertrieben trainierten Pectoralis major auf der Brust käme der Bass bei ihm gar nicht so ins Beben. Und ohne aus der Tiefe des Muskelraums hervorgeknurrte Scherze – etwa: „Die Welt wird es erleben / dass eines fernen Tages du / wirst deinen Sarg selbst heben!“ – wäre Rummelsnuff nicht das deutsche Musikwunder, das er ist. Sondern wohl nur ein weiterer krasser Bodybuilder. → Rummelsnuff

Am 03.09. im Waggon am Kulturgleis

Pape

Für Pape ging es in kürzester Zeit steil bergauf. Tif, 25 Jahre alt, und Lea, 21 Jahre alt, lernten sich 2018 an der Uni beim Musikwissenschafts-studium kennen, zwei Monate später ist bereits die erste Single „Lost“ im Kasten. Super frischer HipHop! Das Frankfurter Rap-Duo lässt sich von Genre-Größen wie SXTN inspirieren und schafft es gleichzeitig Pop-Momente à la Taylor Swift und Alli Neumann in Songs unterzubringen. Die Debüt-Single wurde ein Streaming-Hit, selbst Szene-Star Nura feierte den Song so sehr, dass Pape Opener ihrer Show in Frankfurt wurden. → Pape

Am 02.09. im Hafen 2

Salò

Salò macht laut eigener Aussage Musik für „Hundestreichler*innen, Arbeitsverweigernde und alle, die sonst noch Gefühle haben“. Wer sich darunter erstmal nichts vorstellen kann, sollte wissen, dass sich das Ganze klanglich irgendwo in der Ästhetik von Post-Punk und poppigen Synths einreiht. Mittlerweile hat der Österreicher so eine Reihe echter Kracher abgeliefert, wie die heißen Hits „Apollonia sitzt bei Edeka an der Kassa“ und das Titelstück zur EP „Rabatt“. → Salò

Am 03.09. in der HfG Kapelle

PIZZA MIT ALLES – Cartoons und Comics von Leo Riegel

Kein Riviera Festival ohne Ausstellung in den Parkside Studios! Kometen, Vulkanausbrüche und UFOs: Leo Riegels Komik kommt wie alles Gute oft von schräg oben. Als Zeichner und Redakteur für das Satiremagazin TITANIC wagt er sich aber auch nach schräg unten: In seinen Cartoons wurde die Hosentasche nie erfunden, und Bettler bitten: „Brauche Nougat für meinen Schokobrunnen“. In epischen Comic-Szenarien treiben die Figuren es bis zum Höhepunkt – und der „So einfach ist das!“-Mann sein Unwesen. Mit 80 Exponaten, darunter Originale von Aquarell- und Tuschezeichnung bis Kugelschreiberscribbles, zeigt die Ausstellung Riegels Mega- und Mikro-Brillanz: Witzzeichnungen im Spannungsfeld zwischen Naturkatastrophe und Pizzaservice für die Generation zwischen Consulting und Bong! → Leo Riegel

Eilis Frawley

Eilis Frawley ist klassisch ausgebildete Perkussionistin und spielt derzeit bei Kracher-Bands wie Anika, Kara Delik und Laura Lee & The Jettes. Bevor Frawley in hiesigen Kapellen für den richtigen Rhythmus sorgte, studierte sie ihr Instrument am Elder Conservatorium of Music in Adelaide und verbrachte im Anschluss einige Jahre in Seoul. 2021 veröffentliche die umtriebige Kreative dann ihr erstes Solo-Werk. „Never Too Emotional“ vereint drastisch-direktes Spoken Word mit Krautrock-ähnlichen-Rhythmen und richtet den Blick auf Gesellschaftsstrukturen, Feminismus sowie ungeschönte persönliche Tragödien und Unsicherheiten. Zudem ist Frawley Kopf der Plattform Bang On, ein 2016 in Berlin gegründetes Projekt zur Unterstützung von Künstler*innen der LGBTQI+ Community. → Eilis Frawley

Am 03.09. in den Parkside Studios

Albertine Sarges

Nach zahlreichen kollaborativen Projekte, unter anderem mit der italienischen Synthwave-Band Itaca, Holly Herndon und Kat Frankie, widmete sich die in Berlin geborene und aufgewachsene Albertine Sarges jüngst erstmals ihrem ganz persönlichen Schaffen. Für ihre eigene Debüt- LP „The Sticky Fingers“ unterschreibt Sarges beim britischen Indie-Label Moshi Moshi Records (Kate Nash, Bloc Party, Florence and the Machine) und rekrutiert im Anschluss eine Band. Die Platte, erschienen im Januar 2021, verhandelt feministische Theorie, Gedanken zu Bisexualität, Geschlechterrollen und mental health. Klanglich offenbart sich dazu ein fantastisches Kaleidoskop aus Post-Punk und Dream-Pop. → Albertine Sarges

Am 03.09. in den Parkside Studios

Mach Mal Langsam

Die Entschleunigung der Tanzfläche, druckvoll und deep, ohne musikalische Grenzen und auf der ganzen Welt zuhause. Das ist der Sound von Mach Mal Langsam. → Mach Mal Langsam

Am 04.09. im Waggon am Kulturgleis

Safa

Der Sound von Safa bewegt sich zwischen Garage und Deep House, mit Einflüssen aus Disco, Funk, Acid House und Minimal Techno.

Am 02.09. in der Grace Studio Bar

 

HafenGartenJam

Seit 2017 kommen erfahrene Graffiti-Künstler:innen an der Mauer entlang des Hafengartens zusammen und bespielen die 115 Meter lange Betonwand mit wechselnden Bildern und Botschaften. In diesem Jahr ist die selbstorganisierte Aktion dem Wunsch nach einer STADT FÜR ALLE gewidmet. Drinks, Live-Musik und überragende Sprühkunst laden zum Schlendern, Schauen und miteinander Verweilen ein. Sammler:innen aufgepasst: Begleitet wird die Jam von der wohl charmantesten Kunst-Versteigerung ArtBet.

Kiki Hitomi (Cosmic Threat)

Die Sängerin und Songschreiberin Kiki Hitomi ist zusammen mit Roger Robinson und The Bug aka Kevin Martin Teil der Bass–Virtuosen „King Midas Sound“ (Ninja Tune). Zudem ist sie Mitbegründerin des japanischen Dubstep–Noisepunk–Duos Dokkebi Q. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem Leipziger Jahtari–Labeleigner Disrupt führt zu einem Umzug von London nach Leipzig und einem Soloalbum mit dem Titel „Karma No Kusari“. Das Album erscheint 2016 auf Jahtari und ist eine bewusstseinserweiternde Reise durch Raum und Zeit mit Zwischenstopps bei japanischem Enka, J–Pop, Electronics, 8–Bits Psychodelika und Digitaldub. Neben ihren Soloprojekten ist Kiki Hitomi Teil des japanischen Tribal Bass Duos WaqWaq Kingdom. Der Sound des Duos vereint das traditionelle japanischen Genre des Minyo mit jamaikanischem Dancehall, Footwork, Dub, Techno, Tribal-Polyrhythmen und Super Nintendo-Soundtrack. → Kiki Hitomi

Tongärtner

Tongärtner spielen deutschsprachigen Akustik-Rock. Mit Gitarre, Cajón und Bass beackert das Trio seinen ganz eigenen Klanggarten. Dabei trifft Nachdenkliches auf Leichtfüßiges. Es geht ums große Ganze wie ums kleine Feine – gekleidet in eingängigen Indie-Rock und tanzbare Offbeat-Hymnen. Die drei Frankfurter Musiker, gelegentlich durch Posaune ergänzt, wurzeln auf Club-Bühnen und fühlen sich auch bei Wohnzimmer-Konzerten oder eine Gartenparty ganz zuhause. → Tongärtner

Am 03.09. im Hafengarten

(UN)KNOWN SPHERES

Warme Klangflächen, tiefe Bassfrequenzen, lebendige Field Recordings, meditative Rhythmen, bewusstseinsanregende Vibrationen und kosmischer Schimmer. Als (UN)KNOWN SPHERES haben Tali Bayer aka Tali und Julian Kramer aka JJ Kramer eine monatliche Radioshow. Beide leben und arbeiten als Künstler- und Grafikdesigner*innen in Leipzig. JJ Kramer macht auch selbst Musik und ist einer der Köpfe hinter dem VARY Record Store. Vinyl und Modularsynthese bilden die Klangquelle ihrer Sets. → (UN)KNOWN SPHERES

Am 02.09. im Capitol

Chillera

Ihr Label Muscut aus Kiew umschreibt den Sound von Chillera als groovigen Surf-Rock voller Funk-Elemente und Dub-Rhythmen. 2017 starteten Anya Brizhata, Polina Matskevich und Nastya Marikutsa im ukrainischen Odessa ihre Band, die in der Tat super relaxed klingt. Mit Schlagzeug, Bass und Gitarre ist die Besetzung recht „klassisch“, Effektgeräte kommen nur wohl dosiert zum Einsatz – was gegenwärtig fast schon als Bruch mit aktuellen Trends wirkt und super erfrischend, ungezwungen und lässig rüberkommt. Unbedingt mal reinhören: Die einstündige Platte „Live from Odessa“. Super gut! → Chillera

Am 02.09. in der HfG Kapelle

Mélissa Laveaux

Mélissa Laveaux ist so querköpfig, dass ihre Musik sich einer Kategorisierung von vornherein verweigert: Während die beiden ersten Alben mit einer gelungenen Mischung aus Pop und Folk überzeugten, schöpfte die in Montreal geborene Songwriterin und Sängerin für ihr drittes Album mit dem Titel „Radyo Siwèl“ aus den traditionellen Gesängen Haitis vor der amerikanischen Besetzung Inspiration. Hundert Jahre später besingt sie diesen Widerstand und unterstreicht damit die Macht der Musik. Die „afro-feministische“ Sängerin erzählt von Widerstand, der Macht der Musik, lässt die damals gebildeten Méringue-Straßenorchester wieder aufleben und fügt ihnen eine Prise Afrobeat und Indie-Rock bei. Nun ist Mélissa Laveaux mit einem vierten Studioalbum zurück: „Mama forgot her name was Miracle“. Eine modern-subversive Platte, um feministische Kämpfe und soziale Gerechtigkeit. → Mélissa Laveaux

Am 03.09. im Hafen 2

Disrupt (Cosmic Threat)

Mit musikalischen Wurzeln im Breakcore, in elektronischer Musik und einer Liebe für die Soundtracks von Videospielen vereint Disrupt seit 2003 Bits und Bytes mit DUB. Mit Gründung des Jahtari-Labels wird eine Ausgangsbasis für diese musikalischen Experimente gefunden und der Sound und DIY-Ansatz, für den das Label bekannt ist, begründet. Seit 2007 erscheint in diesem Sinne „Foundation Bit“, „The Bass left the building“, „Dot Matrix with Stereo Sound“ sowie einige Dancehall EPs und 7-Inches in Zusammenarbeit mit Naffi und Naram. Disrupt tritt des Weiteren als Produzent von Kiki Hitomi und Roger Robinson in Erscheinung. Sein neu gegründetes Label Zonedog bildet mit den bisher erschienen Alben „Omega Station“ und „The Recreation Room“ eine weitere Plattform für Erkundungen im Feld von Dub und Sonic Fiction. → Disrupt

Am 02.09. im Capitol

Neon Lies

Goran Lautar alias Neon Lies ist der kroatische Meister der Düsterelektronik. Auf seinen Platten vermengt der Lautar Weltschmerz und Synth-Melodien zu rhythmischem Wave und treibendem Elektropunk voller 80er-Vibes. Drei Alben hat der Künstler mit DIY-Ethos seit dem Start seines One-Man-Show-Projektes veröffentlicht. Davor spielte Lautar als Gitarrist und Sänger in diversen kroatischen Underground-Punk-Bands. Zuletzt erschien mit „Loveless Adventures“ ein besonders zeitgeistiges Werk. → Neon Lies

Am 02.09. im Waggon am Kulturgleis

Chinaski SFX

Stefan Haag alias Chinaski alias SFX ist Musiker, bildender Künstler, Produzent und DJ aus Frankfurt am Main. Der in Norddeutschland geborene Kreative wirkt seit Jahren im Feld der Elektronischen Musik und digitalen Kunstformen. So ist Stefan heute vor allem für seine von Synthesizern geprägte Sounds bekannt. Auf zahlreiche Bookings im Robert Johnson folgte 2014 die Residency im Club am Main. Seine Studioarbeiten veröffentliche Stefan auf Szene-Labels wie Omnidisco, Bordello A Parigi und Kitjen. Den Dancefloor selbst versteht Chinaski als euphorischen Raum, in dem Historie und Gegenwart elektronischer Musik zusammenfinden. Mit seinem Nebenprojekt SFX stehen hingegen große Gesten im Fokus: die Faibles für Klangwelten und Kinematographie verschmelzen hier zu audio-visuellen Downtempo-Momenten. → Chinaski SFX

Am 02.09. in der HfG Kapelle

Tightill

Tightill, der das Wort Genregrenzen schon längst aus seinem Wortschatz verbannt hat, ist ready. Auf das Solo-Debüt „Infinity“ von 2019 folgte jüngst „Strassenpop“. Zu hören gibt’s eine vielfältige Mixtur aus glitzernden 80er-Jahre Synthies, durchdringendem Sprechgesang, elektronischen Pop-Vibes und spannendem Story-Telling. Der große instrumentale Kontext verleiht den klassischen Rap-Storys der Platte einen völlig neuen Vibe. Super groovig! → Tightill

Am 02.09. im Hafen 2

Rolf Blumig

Rolf Blumig lebt in Leipzig und liebt die Musik so sehr, wie er den Kapitalismus verachtet. Er macht trotzdem mit im Game, wegen der praktischen Distributionswege. Musikalisch bewegt sich Rolfie, wie ihn seine Fans und Freunde nennen dürfen, zwischen den Polen Rock und Pop, schätzt Fleetwood Mac genauso wie Zeckenrap und hält fest am zeitlosen Sound der Millionenfach totgesagten elektrischen Gitarre. Zusammen mit seiner extrem belastungsstarken Rhythmusgruppe betreibt er ein fahrendes Livegeschäft, das wahlweise als „Rolf Blumig Band“ oder „Zirkus Blumig“ ins Rampenlicht rückt. Rolf Blumig ist beim Berliner Label staatsakt unter Vertrag und wird von der ebenfalls in Berlin ansässigen Powerline-Agency auf die Bühnen gebracht. Im Februar erscheint eine überarbeitet Neuauflage von Blumigs Debüt-Schlafzimmer-Psych-Rock-Album „Liebe Lohnt Sich“, das er im narzisstischen Alter von 20 Jahren aufnahm. Das zweite Album „Rolfie lebt!“ ist für den Februar 2022 geplant. → Rolf Blumig

Am 02.09. in den Parkside Studios

Discovery Zone

Discovery Zone ist das Moniker der Musikerin und Multimedia-Künstlerin JJ Weihl, die auch Gründungsmitglied des experimentellen Pop-Projekts Fenster ist. Aufgewachsen in New York City und derzeit in Berlin ansässig, ist Discovery Zone eine Plattform, auf der Weihl Popmusik, Videocollagen, Powerpoint-Präsentationen und algorithmische Kunstexperimente zusammenführt. Gleichzeitig versucht sie dabei auszuloten, was es bedeutet als Mensch im Cyberspace verortet zu sein. Für ihre Performance greift Weihl auf eine Vielzahl von Instrumenten und Visuals zurück und erschafft einen tanzbaren Trip. → Discovery Zone

Am 03.09. im Hafen 2

Hildegard von Binge Drinking

Hildegard von Binge Drinking sind eine dieser Bands, denen man dankbar sein muss, dass sie existieren. Existieren und Durchhalten, sie und wir, dafür bedarf es eines Soundtracks. Ein Soundtrack, der zugleich die Dimension öffnet, in der alles egal sein kann, darf, muss. Aber der ebenso die Sinne schärft für den Bullshit im Hier und Jetzt, der sich nicht ergibt in Oberflächlichkeit, Eskapismus und Pose, sondern sich im Dreck und Schweiß suhlt, ohne etwas darauf zu geben, was gut aussieht und was schmeckt. HvBD merkt man jene gewisse Verbundenheit an, nicht nur im technischen Mucker-Sinne, denn „tight“ waren sie schon immer, nicht nur ihre Habite. Die vier Songs auf „Sprechfunk mit Toten“ bündeln die organische Energie aus quasi hunderten Liveshows über unzählige Jahre, endlosen Sessions in muffigen Räumen, Zusammenhocken in Pilshallen, und Meditation unter krautbewachsenen Noise-Cancelling-Kopfhörerungetümen. Kraut sei nur ein läppisch dahingeworfener Referenz-Handschuh, HvBD sind so viel mehr, und so viel weiter auf der Timeline von introvertierter DIY-Kultur. → Hildegard von Binge Drinking

Am 03.09. in der HfG Kapelle

Evelinn Trouble

Als Tochter einer professionellen Jazzsängerin findet Trouble als Jugendliche in besetzten Häusern und Punk ihren eigenen Weg zu Musik und gründet mit 13 Jahren ihre erste Band. Autodidaktisch erarbeitet sich die Künstlerin seither neue Wirkungsfelder: von Industrial-Rock bis zu Operngesang auf internationalen Theaterbühnen. Die Kosmopolitin lebte und arbeite in New York, London und Berlin, arbeitet heute von Basel aus und überraschte 2021 mit „Longing Fever“. Ein nuancenreiches Pop-Album mit zeitgenössischem Sound. Opulent komponiert, mal melancholisch, mal wunderbar lebhaft. → Evelinn Trouble

Am 04.09. im Hafen 2

Das Kinn

Das Kinn klingt am ehesten so wie der Geist von Falco, gefangen in deinem Kleiderschrank, bei seiner täglichen Power Yoga Routine. Oder vielleicht nach einem seltsamen, aber konsistenten Gemisch aus Post Punk, New Age und dem Sound einer wütenden Hündin. Definitiv aber ist Das Kinn das neue Ding des Frankfurter Spontis Toben Piel, der seit nun fast schon zwei Dekaden auf unausgetretenen Klangfaden wandelt. Sei es mit der Synth-Hardcore-Band Antitainment, dem Performance Duo Les Trucs, mit Tape Collagen als FM Aether, als Mitbetreiber des Labels MMODEMM, oder mit Arbeiten für Theater und Radio. Im Herbst 2021 erschien die Vier-Track-EP „Die Knochen“ auf den Labels Ichi Ichi und Mangel Records im handlichen 10“ – Format. → Das Kinn

Am 03.09. in der HfG Kapelle

The OhOhOhs

The OhOhOhs sind ein Duo aus Frankfurt, bestehend aus dem Schlagzeuger Florian Dreßler und dem Pianisten Florian Wäldele. Die beiden Musiker begannen ihre Zusammenarbeit mit analog gespieltem Techno. Diese Dynamik und Energie der Anfangszeit wurde überführt in ein Neu-Formieren von Gegebenem, das die Grenzen zwischen E- und U-Musik verschwimmen lässt und den Konzertsaal zum Club und den Club zum Konzertsaal macht. Die beiden Musiker veröffentlichten 2021 das Album „Sturm und Drang“ und waren live unter anderem auf den Kunstfestspielen Herrenhausen, dem Fusion Festival, dem Deutsches Filmmuseum, dem at.tension Festival, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Heidelberger Stückemarkt  zu erleben. → The OhOhOhs

Am 02.09. im Capitol

Frau Ton

Old School Hip Hop, R’n’B, Funk und Soul.

Am 03.09. in der Grace Studio Bar

Artbet

Artbet ist eine Plattform für bezahlbare Kunstwerke aller Art. Das Team dahinter bildet ein Kollektiv aus Frankfurt. Die Idee ist es, über neue Wege, Kunst der Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Angefangen hat es in wechselnden Pop-Up Locations an ungewöhnlichen Orten, wegen Corona läuft das Konzept aktuell über Instagram. Das Event ist eine Auktion, bei der man Kunst zum günstigen Preis ersteigern kann. Die Kunstwerke werden individuell präsentiert und versteigert. Wenn der Auktionator mit dem Hammer schlägt, ist das Werk verkauft. Verbunden wir das Ganze mit einem DJ-Set oder Drinks – erwartet also keinen bieder-steifen „Christie’s“-Vibe, sondern ein lockeres, spaßiges Happening!

Matz Ernst

Matz Ernst kann mit gutem Gewissen als Grenzgänger klassifiziert werden. Als Produzent betreibt er futuristische Vergangenheitsbewältigung, die Post Punk, Elektropop und HipHop umarmt. In seinen DJ-Sets zelebriert er sogar eine weiter ausufernde Stilvielfalt. Dabei frönt er als Teil des Kollektivs Disothèque Africaine nicht nur der Musik des afrikanischen Kontinents, sondern verhandelt auch jegliche Epochen und Genres der Popkultur. Von Soul und Funk über Cold Wave und EBM zu House, Techno, Disco, Reggae bis zu Kraut und Psychedelic. → DJ Matz Ernst

 

Volker Hemken (Cosmic Threat)

Volker Hemken ist seit 1992 Solo-Bassklarinettist des Gewandhausorchesters. Er erhielt seine Ausbildung in Hamburg, Amsterdam und Basel. Als Solist und Kammermusiker spielte er u.a. mit dem Ensemble Modern, dem Ensemble Avantgarde, dem Minguet Quartett, dem Leipziger Streichquartett, dem Gewandhausquartett, dem „ensemble experimental“ des SWR, dem Ensemble des NDR „das neue werk“, mit der vom ihm gegründeten Sinfonietta Leipzig. Die Staatskapelle Weimar, das Staatsorchester Stuttgart sowie das Staatsorchester Darmstadt verpflichteten ihn als Instrumentalsolisten. Außerdem arbeitete er mit Komponisten verschiedener Couleur wie Michael Nyman, Éliane Radigue, Alfred Schnittke, Friedrich Schenker, Bernd Franke, Matthias Pintscher, Ulrich Leyendecker, Brett Dean, Chaya Czernowin, Claus-Steffen Mahnkopf, Timo Herrmann, Arvo Pärt und Tom Waits.

Er gab Recitals in Leipzig, Berlin, Hamburg, Dresden, London, Houston, New York und Tokyo. Volker Hemken ist Widmungsträger einer Vielzahl von Kompositionen für sein Instrument – zuletzt spielte er im November 2019 er die Uraufführung des Konzerts „Agni“ von Bernd Franke, im Januar 2020 die Uraufführung von „Confessio“ für Bassklarinette solo von Brett Dean, im März 2020 die Uraufführung des Bassklarinettenkonzerts von Ulrich Leyendecker. Es folgen im Dezember 2020 Uraufführungen von Werken von Helmut Oehring, Hans-Joachim Hespos und Bernd Franke.

Body*Lotion

Body*Lotion ist ein Soul/Pop/Jazz Duo aus Offenbach am Main, bestehend aus der Komponistin und Sängerin Katharina Wittenbrink und dem Instrumentalisten Arvid Morgenstern. Mit ihrer Musik erforschen sie Wege zu zwischenmenschlicher Gleichstellung. → Body*Lotion

Am 04.09. in den Parkside Studios

Venues

Josephine Baker

Ein Ankerplatz für Kunst und Musik: Die Schute ist ein 1935 erbauter Kahn, mit dem früher im Schubverband Schüttgut transportiert wurde. Sie wurde vonü Giuseppe Porrello, Musiker der Band Gastone, und seiner Partnerin, Kamerafrau und Künstlerin Rosa Thielmann, in Kooperation mit der Stadtwerke Offenbach Holding SOH im Frühjahr 2022 liebevoll renoviert und zum Kulturschiff getauft.

Hier werden ab diesem Sommer Ausstellungen und „Wohnzimmerkonzerte“ stattfinden. Auch als kleines Studio ist das Schiff nutzbar, das Dach ist begehbar und eine schwimmende Bühne.

Robert Johnson

Nicht vielen Clubs gelingt es, international relevant zu sein und Autonomie über Trends zu beanspruchen. Als Robert Johnson 1999 seine Türen öffnete, etablierte sich der Club schnell zu einem der renommiertesten Veranstaltungsorte für zeitgenössische elektronische Musik und Clubkultur. Zwei Jahrzehnte prägte Robert Johnson Generationen von Produzent*innen, DJs, Musikschaffenden, Clubbesucher*innen und entwickelte sich für einige von ihnen von einem Ort zu einer Ideologie. Im Obergeschoss des Ruderclubs und gegenüber von dem industriellen Hafengebiet am Offenbacher Main gelegen, bietet die Robert Johnson Terrasse Sehenswürdigkeiten, die unterschwellig zu einer ganz besonderen Club-Romantik beitragen. → Robert Johnson

Nordring 131, Offenbach

HfG Kapelle

Die Kapelle im Isenburger Schloss ist Teil der Hochschule für Gestaltung. Die historischen Hallen werden bereits seit vielen Jahren als Raum für Kunst, Kultur und Konzerte genutzt. Heute gilt die kleine Bühne der Kapelle als feste Adresse für aufregende, junge Bands und Szene-Artists. → Kapelle

Schlosstraße 31, Offenbach

Hafen 2

Hafen 2 ist eine wilde Mischung aus Ausstellungsraum, Streichelzoo, Konzertstätte, Café, Programmkino, Erholungswiese, Atelier, Zentrum für Geflüchtete und House-Club. Oft noch mehr: Theater, Mode, Diskussionen, Lesungen. Es gibt keinen Begriff aus nur einem Wort, der es sinnvoll benennt. Der Einfachheit zuliebe wird der Hafen2 „Kulturzentrum“ genannt. Getragen vom gemeinnützigen Verein suesswasser e.V. und seit nunmehr 17 Jahren aus Offenbach nicht mehr wegzudenken!  → Hafen 2

Nordring 129, Offenbach

Grace Studio Bar

Das Grace, eine Bar, benannt nach der Sängerin Grace Jones, öffnete seine Türen Anfang Juli diesen Jahres in der Ludwigstraße 187 in Offenbach und steht für das, was Grace Jones ebenso verkörperte:  Diversity, Persönlichkeit und Kunst. Sie war Vorreiterin ihrer Zeit und genau das möchte das Grace sein: eine avantgardistische Location, reich an Facetten und mit einem wandelbaren, einzigartigen Stil.

Geboten werden vor allem Drinks, aber ebenso Food und obendrein bietet das Grace eine Plattform für Ausstellungen, Performances sowie DJ-Nights und Events. Die Köpfe dahinter sind Oliver Hundemer und Fabian Bierwolf, zwei Freunde seit Schulzeiten und ein eingespieltes Team, besonders wenn es um Gastronomie, Events und Marketing geht. Das Grace-Team freut sich auf Euren Besuch und erwartet Euch mit spannenden Drinks und live DJ-Sets. → Grace

Ludwigstraße 187, Offenbach

Capitol

Vorhang auf für eine Premiere! Erstmals ist das Capitol Theater Teil des Riviera Festivals. Mit Gold, Samt und Glamour versprüht der Kuppelbau einen einzigartigen Charme. Ursprünglich als Synagoge errichtet und im Nationalsozialismus als Kino genutzt, wurde das Capitol nach dem Krieg, in Vereinbarung mit der Jüdischen Gemeinde, die heute gegenüber liegt, als Kulturstätte etabliert. Der heute als Kulturdenkmal gelistete Bau ist Heimstätte des Offenbacher „Capitol Symphonie Orchester“ und der Reihe „Theateressenz“. Als regelmäßige Bühne für Konzerte und auch Comedy-Veranstaltungen gilt das Capitol als Spitzenlocation in Rhein-Main. → Capitol

Goethestraße 1-5, Offenbach

Hafengarten

Urban Gardening, Open-Air-Kino, Flohmärkte, Erdbeeren, gemeinsame Lagerfeuer und Know-How über Stadtbegrünung gibt´s im Hafengarten direkt am Main. Hier lässt es sich auch auf 10.600 Quadratmetern sich wunderbar gärtnern, was trinken und einfach nur relaxen. Für das Riviera Festival wird die grüne Oase zwischen ehemaligem Yachthafen und Nordring zum Kultur-Biotop. → Hafengarten

Hafenallee, Offenbach

Waggon am Kulturgleis

Der ehemalige Bahnwaggon steht fest in seinen (Kultur-)Gleisen am Mainufer. Nach dem Beuys’schen Credo „Jeder Mensch ist ein Künstler“, wird der kulturelle Sehnsuchtsort mit Leidenschaft, Gelassenheit, Sensibilität in unbändiger Genrevielfalt betrieben. Als Experimentierraum, der er schon immer war, fragt sich der Krisen-Waggon derzeit: „Ist Kultur auf Abstand möglich und kann Klang diese Räume partizipativ verbinden?“ Aller Einschränkungen zum Trotz und unter kreativer Einhaltung der Hygienevorschriften wurde ein kleiner Distanz-Biergarten aus dem Boden gestampft und Bluetooth-Boxen-Parties bringen den Live-Musikgenuss zurück an die Riviera. Aber nur mit euren Spenden kann das weitergehen! → Waggon

Mainufer, Höhe Schlosstraße / Mainstraße, Offenbach

Parkside Studios

An der östlichen Riviera liegt die Allessa Chemiefabrik. Die ehemalige Vorstandskantine am Park ist Fotostudio, Atelier und Offenbachs Off-Location Nr. 1 für besondere Konzerte. In diesem Pandemiesommer wurde der Hof blitzartig und mit ganz viel Engagement zum ersten coronatauglichen Open-Air-Festival der Stadt. Mieten kann man sie übrigens auch. → Parkside Studios

Friedhofstraße 59, Offenbach